Videospanner

Neulich haben wir’s ja in Akte 99 gesehen: Unsere Toiletten sind videoverwanzt und so wird die Tätigung unserer Notdurft zum globalen Multimedia-Event, per Mausklick abrufbar von jedem Rechner. Dagegen haben wir überhaupt nichts einzuwenden. Die Welt ist gross und so die Zahl derer, die sich selbst keinen Stuhlgang leisten können und auf diesem Wege eine Vorstellung davon bekommen, „wie das denn so ist“ mit dem abkoten.

Auch nichts einzuwenden haben wir gegen Euren Einfallsreichtum, was das Plazieren der Ausrüstung angeht. Teils wird sie in einen Wäschebeutel gestopft, ein anderes Mal in die Wand eingemauert und hinter einer sorgsam präparierten Fliese versteckt. Wow!

Aber jetzt mal ehrlich, Videospanner: Wie wechselt Ihr denn die Batterien? Wir nehmen einfach mal an, dass Ihr keinen Generator mit hinter die Vertäfelung gebaut habt, das Gesurre wäre ja auch zu auffällig. Aber wundern sich Eure Opfer nicht, dass Ihr so ca. dreimal täglich bei ihnen die Toilette aufsuchen müsst, um dort Akku und Videotape zu wechseln? Die müssen ja ganz schön doof sein.

Aber wie heisst es so schön: Dumm fickt gut – und das ist ja wohl die Hauptsache.

Meint
die Redaktion (hochintelligent)