Pathos!

Ein Begriff wie
ein ordentlicher Schuss, ab ins Hirn und heißa, los geht die
wüste Fahrt.

Klar denn man kann
das Leben viel besser ertragen, wen man seiner Situation etwas
heldenhaft hoffnungsloses andichtet.

The lonesome
BWL-Man, leide um die Firma zu retten, nur Du hältst den
Konzern am laufen auch wenn „die da Oben“ alles falsch
machen.

Und wenn sie den
lonesome BWL-Man dann kicken, wird dieser nicht etwa die Chefetage
aufmischen (was sicherlich jede Chefetage verdient), nein wissend
grinsend wird sich der Desperado fügen, denn sie werden schon
sehen, was passiert ohne die Stütze des Konzerns.

Pathos bedeutet
Dinge zu sagen wie „Lasst mich zurück, rettet euch und
sagt meiner Familie das ich sie Liebe…“

Klingt toll, ist
bescheuert, denn während der nun folgenden Diskussion (Wir
können ihn doch nicht einfach hierlassen, Sergeant…) und
rührenden Abschiedsszene (Wir kommen zurück und retten
dich) hätte ich längst dafür gesorgt, dass man mich
zweimal über die sieben Berge und zurück verfrachtet
hätte.

Es geht jedoch
immer um Bewunderung und wenn es niemanden gibt der bewundert,
bewundert man sich halt selbst.

Bewundern Sie
jetzt mich

in:

So
steigere ich das Bruttosozialprodukt

Ich will nicht enden ich will gehen,
mit erhobenen Haupt.
Dir in die Augen sehen,
ein cooler Spruch, bevor ich hänge,
bewundernde Blicke aus der Menge,
soll’n mich streifen soll’n mich ehren,
ein Desperado würde ich sein,
bis zum Schluss werde ich mich wehren.
Und ihr würdet mir ein Denkmal bauen,
aus Mythos immerstark.
Und die Spekulanten würden verdienen,
an einem meinem Park.

Pathos in
Geschichten ist voll O.K., doch im wirklichen Leben wird er
benutzt, um Menschen auf verlorenem Posten kämpfen zu lassen
oder sich selbst das Siegel der persönlichen Guthaftigkeit
aufzudrücken.

Und falls Sie
tatsächlich mal etwas Sinnvolles gemacht haben, dann tun Sie
so, als sei es gar nichts gewesen, das wirkt viel beeindruckender.

Falls Sie Ihre
Chefetage aufmischen wollen, drücken sie die 1.

[1] (Dann fühlen
sie sich besser).