Über Fussballer

Derweil in einer Dachkammer in Nantes, wünscht sich ein
Wesen, an etwas großem Teilzuhaben, einen neuen Weg zu gehen
und Fußballer auszupeitschen die über ihr Spiel sprechen.
Und so geht dieses Wesen zum einfachsten über, etwas großes
zu werden ( und Fußballer auspeitschen zu dürfen), es
ernennt sich zum König von Gottes Gnaden.

Ja es ist sich bewußt über die Pflichten die damit
verbunden sind, da wäre zunächsteinmal die Wahl der
Speichellecker die man begünstigen muß, dann natürlich
der Aufbau einer sich ungebührlich verhaltenden Sippschaft und
natürlich Leute die sich ausbeuten lassen, obwohl sie sowohl
mengenmäßig als auch moralisch seiner Armee überlegen
sind. Da sie jedoch vom Wort Solidarität nicht die blasseste
Ahnung haben werden, ist auch das nicht als Problem zu bezeichnen.

Es ist zufrieden mit seinem Plan.

Ja man kann praktisch alles erreichen als König von Gottes
Gnaden. Ja sogar, daß jemand die verdammte Küche putzt,
daß man überall kalten Cidre bekommt und unfreundliche
Kassierer das gesamte in seinem Portemonnaie befindliche Kleingeld
fressen müssen.

Wenn man vor die Tür geht lächeln alle Leute ihre
Majestät an und wünschen einem lauter tolle Sachen, die man
aber alle eh schon hat und wenn man genau hinschaut bemerkt man
sogar, daß der eigene Schatten etwas unterwürfiger folgt
als sonst.

Und hatte ich schon die Fußballer erwähnt?

Ich bin grundsätzlich gerne der, der ich bin. Was nicht
heißt, das ich nicht ab und an träumen würde, mehr zu
sein als ich nuneinmal bin.