Kleines Ferientagebuch – Donnerstag, 2. August 2001

Der Abend gestern war relativ früh zu Ende. Nach dem Stück noch ein, zwei Kölsch, danach noch ein paar Schwätzchen mit dem Ensemble. Ich habe ein Mädel getroffen, das beim ARD-Morgenmagazin arbeitet und sich ernsthaft freute, endlich mal einen Zuschauer zu treffen. Außerdem Ensemble-Mitglied Anniki, die aus Estland kommt, und deshalb tatsächlich diesen niedlichen osteuropäischen Dialekt hat. Das hatte ich während des Stücks angezweifelt.

Weil mein Auto immer noch in der Werkstatt ist, und ich um 11.30 Uhr einen Termin am S-Bahnhof Hösel habe, denke ich zur Abwechslung mal logisch und fahre das kurze Stück mit der Bahn. Eine Fahrt von der Innenstadt zum Termin hätte wohl mit einem Herzkaschper geendet. Ich habe ja schon gekeucht, als ich morgens früh zur Redaktion gefahren bin. Zum Pressetermin eingeladen hat die Höseler CDU, die sich rühmen will, dass sie nun den völlig versauten Bahnhof mit der Deutschen Bahn wieder auf Vordermann bringen will. Der Bahn-Presseonkel betont, dass er heute eigentlich gar nichts zu sagen hätte, redet aber trotzdem die ganze Zeit. Die CDU-Frau, die die CDU-Projektgruppe „Unser Bahnhof soll sauber werden“ leitet, will unbedingt betonen, was die CDU schon alles Tolles für den Bahnhof gemacht hat. „Ich als junges Mitglied (haha) will mich hier auch einbringen.“ Dann mach mal.