Winter und Wattestäbchen

Die Wege aus der Atemnot sind mitunter verschlungen. So muß ich mir
neuerdings Wattestäbchen, die mit einer säuregleichen Tinktur versehen sind, bis zum
Anschlag in die Nase stecken.
Danach muß ich mir 15 min lang das Gesicht verbrühen.
Das alles weil mir mal ein Zwerg meine Nase brach.
Dummdidumdidum…..

Ok, ok, nicht weiter betteln, „warum“ fragt sich der urst Neugierige.
Erstens habe ich einen ehrgeizigen HNO Arzt, der wahrscheinlich sehr viel
Humor hat, denn es sieht nicht wenig unelegant aus, am Küchentisch mit
Säurestäbchen in beiden Nasenlöchern zu sitzten und leidend dreinzuschauen. Aufgrund
der Zwergengeschichte kann ich zudem das eine Stäbchen bis in mein Großhirn
schieben und das andere nur bis zur Nasenwurzel (sieht laut Silke super aus).

Zweitens darf ich mein Gesicht zwecks innerer Reinigung über kochendes Wasser
halten (Vielleicht irgendwas Brahmanisches).

Dann mußte ich auch noch zur Computertomographie, das ist, wenn man
entwürdigend, grotesk liegend, auf einer Bahre in eine Röhre (nicht Ofen) geschoben
wird (vielleicht irgendein Fruchtbarkeitsritual).
<p<
Ich darf noch nicht einmal ein Taschentuch benutzen, sondern muß meine Nase
wie ein Höhlenmensch hochziehen, was mich nicht beliebter bei den High-
Society Schlampen macht ("voll der Schwein, ey").
Das alles wegen eines brutalen Karatezwerges der mir vor acht Jahren mal die
Nase brach.

Aber wer kann schon von sich behaupten: „Brutaler Karatezwerg schlug mir die
Nasenscheidewand krumm“ oder als Society-Schlampenversion: „Der hat mich
voll Tomograph gemacht“?!

Eben.