Problemstellung

Es gibt nicht viel, woran sich der moderne Mensch nicht schon einmal versucht hätte, in den Orbit fliegen ist z.B. mittlerweile schon so gewöhnlich, dass man es für schlappe 24 Mio. Dollar machen kann (interessant wäre eine Kilometerabrechnung wie bei einem Taxameter, wieviel Trinkgeld gibt man da wohl?).

Gotteslästerung bringt einen nicht mehr auf den Scheiterhaufen, der Dom ist im Bau, es wird hier und da globalisiert, das Licht gibt’s elektrisch, die Unterhaltung auch.
Weltrekorde werden immer noch gebrochen und Computer werden immer noch schneller, Pfannen werden mit Materialien beschichtet, die sonst mit bescheuerten Millionären im Orbit rumhängen.

Wie zum Teufel soll man also heute noch erkennen können, ob eine Forderung oder Aufgabe tatsächlich unmöglich ist?
Neulich auf der Sommerblumenwiese „Dolce Vita“ fragte ich den Allvater.
„Allvater,“ fragte ich, „Allvater, wie erkenne ich, dass mir eine unmögliche Aufgabe gestellt wird?“ .

„Tricky,“ antwortete der Allvater „am einfachsten untersuchst Du die Fragestellung, je harmloser sie klingt, desto seltener ist das Verlangte realisierbar.“
„Hä?“ bemerkte ich. .

„Nun,“ entgegnete der Vater „nimm folgendes Gleichnis, oder besser das Beispiel, welches ich jetzt nenne: Besiege den Schnupfen, bau mal eben das Regal auf und komm dann Frühstücken. Ich wage zu Prophezeien, dass dein Tee kalt wird.“ .

„Leuchtet ein.“ schob ich ein, aber jetzt war der Allvater mal wieder in Fahrt. .

„Beiläufigkeit, mein Sohn, ist ein Garant für eine teuflisch verzwickte, bzw. unmögliche Aufgabe. Nimm folgenden Satz: >>Das wird schon irgendwie gehen, das machen wir schon irgendwie (wenn wir da sind).<< Es wird der Erfahrung nach nicht im geringsten gehen. Mit ‚wir’ bist ‚du’ gemeint und zusätzlich wirst du alles unter völlig bescheuerten Arbeitsbedingungen erledigen sollen, der Mehraufwand wird so oder so vielstellige Mehrkosten, respektive Tote, respektive Hunde erfordern. Schon die Vorstellung, das sich der Aufgabensteller nur für zwei Cent Gedanken dazu gemacht hat, ist absurd.“ .

„Aber All,“ klagte ich „was soll ich denn tun, werde ich mit so etwas konfrontiert?“
„Ich will dir zwei göttliche Antworten geben, die immer passen: .

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1. Nein, das war etwas völlig anderes, viel kleineres, was nie funktioniert hat und nie funktionieren wird.
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2. Ist Einäschern O.K.?