Unser Advent 2

„Voller Elan ans Werk“, dachten noch einige Kinderfresserautoren bei sich. Diese anfängliche Motivation wurde leider von nicht ganz so funktionierender Technik gebremst – wie so oft im Leben.
Es funktioniert halt nicht mehr ganz so richtig in Deutschland. Dies wird erschreckend offensichtlich, wenn man nichtsahnend eines Vormittags an der Backsteinwand der Mensa den klugen Spruch „NPD = Nazis“ lesen darf. Danke für den Hinweis.

Trivial? Lebensweisheit? Hier haben einige Studenten berechtigte Angst, daß faschistische Strukturen ihre Tentakel nach der hiesigen Hochschulpolitik ausstrecken. Muß man sich fürchten, daß ein Asta rechtsradikal unterwandert wird? Ich bringe noch gerade so viel Vertrauen auf, daß ich mich nicht fürchte.
In der Adventszeit sollte man vielleicht mal wieder etwas positiver denken. Ich bin davon überzeugt, daß die in Trier neu gegründete „rechte“ Hochschulgruppe hier bei den Wahlen keinen Fuß auf den Boden bekommt. Schließlich gibt es noch aufrechte Menschen, die sich den verirrten Geistern annehmen und den Nazis
vernünftig entgegentreten.

Da dies meines Erachtens gewürdigt werden muß, sollten solche Menschen in der Steuererklärung ihre Bemühungen gerne in Anlage N unter „außergewöhnliche Belastung durch ständig hilflose Personen“ angeben dürfen. Zu Max Goldt will ich noch rufen: Man muß nicht nach Wien fahren, um sich in einem Cafe sitzend Notizen zu machen. Vielleicht nicht in ein Oktavheft, aber auf die Rückseite eines Zettels mit dem „Zwechfell und äußerem Atemapparat“ und zwar in Trier – das geht auch ganz gut.

Aber vielleicht hat Goldt doch recht, man wird schon seltsam beäugt. Und ganz vielleicht ist dies der Grund, warum dieser Artikel – wie eigentlich geplant – so überhaupt nichts mit Sabine Christiansen zu tun hat.

Weitere Adventskalender – Gedankenschnipsel in Kürze.