Über Tim

ein Riesentyp.

Wie bestehe ich im deutschen Alltag?

Wie immer am Puls der Zeit: die Einbürgerungstest-Debatte ist schon länger vorbei, das Bestehen des Tests ist längst kein Problem mehr, da die Ergebnisse in beinahe jedem Medium breitgetreten wurden. Doch ratlos stehen die frischgebackenen Deutschen jetzt vor Problemen des Alltags, die sich mit dem Wissen um Caspar David Friedrichs Werke oder die Anzahl der Bundesländer nicht lösen lassen. Wir schildern Ihnen im weiteren Verlauf Situationen, wie sie in Deutschland täglich vorkommen.

Beantworten Sie jeweils, wie Sie reagieren würden.

Ihr Abfluss ist verstopft. Der herbeigerufene Klempner kommuniziert den Sachverhalt mit den Worten „Das wird nicht billig“.

  • Eine gute Leistung ist einen guten Preis wert. Ich zahle dem Mann jeden Preis, den er nennt. Hoffentlich hört er dann auch auf, sich am Po zu kratzen.
  • Ich hole eine Flasche Abflussfrei, mache damit den Abfluss frei und benutze den Rest des Flascheninhalts dazu, zusammen mit etwas Zitronensaft den Klempner in die Luft zu sprengen. 
  • Die Toilette hat mich sowieso immer irritiert. Ich spare mir die Reparatur, da ein Blecheimer genau so effektiv ist.

Sie gehen mit Ihrer Familie spazieren. Ein Passant preist die Schönheit Ihrer Tochter durch lautstarkes Pfeifen.

  • Ich nötige den Herrn zur Heirat, da er meine Tochter entehrt hat.
  • Da meine Tochter errötete, hat sie sich selbst entehrt. Glücklicherweise habe ich noch etwas Abflussfrei dabei.
  • Ich lobe den Passanten für seinen ausgezeichneten Geschmack.
  • Keine dieser Antworten berücksichtigt den Wechselkurs Frauen : Kamele. Dieser Test ist unrealistisch.

Sie werden von den Ordnungshütern wegen erhöhter Geschwindigkeit aus dem Straßenverkehr gezogen. Überdies haben Sie dem üblichen Schnapsgetränk Ihrer Heimat ein wenig zu stark zugesprochen.

  • Ich trinke schnell eine Flasche Maggi, da dies nach traditioneller Überlieferung den Alkohol neutralisiert.
    Nachdem die Polizei mich hat weiterfahren lassen, parke ich den Wagen auf einer Verkehrsinsel und laufe nach Hause. Sicher ist sicher.
  • Ich sage „Grüß Gott Herr Oberförster“. Weiter komme ich leider nicht, da mich das Sondereinsatzkommando bereits auf die Motorhaube geworfen hat.
  • Als mich der Polizist nach meinen Fahrzeugpapieren fragt, überreiche ich sie in mehrere Geldscheine eingewickelt.
  • Wozu gibt’s denn Abflussfrei?

Aufgrund Ihrer kulturellen oder religiösen Überzeugungen erfordert die Zubereitung Ihrer täglichen Mahlzeit mindestens eine der folgenden Verhaltensweisen:

  • das Töten und zerkleinern eines nicht identifizierbaren Tieres, was Sie danach in seinen eigenen Darm stopfen.
  • die Verwendung der beiden Superzutaten Allesdrauf und Scharf.
  • Smørrebrød, Smørrebrød røm, pøm, pøm, pøm (Børk! Børk! Børk!)
  • lautstarkes Schreien

Ihre Tocher hat sich in einen Deutschen verliebt. Er heißt Kevin-René und verkauft Finanzprodukte von MLP an jeden, der nicht sofort abhaut.

  • Man kann nie früh genug anfangen, für die Rente vorzusorgen. Ich tausche meine Tochter gegen eine Kapitallebensversicherung mit 2% garantierter Überschußbeteiligung.
  • Einem Eingeborenen kann man nicht trauen. Ich mache ihm daher ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann.
  • Ich lasse ihn meine Tochter heiraten. Kurz darauf kommt er auf mysteriöse Weise ums Leben. Meine Tochter kassiert seine immens hohe Lebensversicherung. Ich erhalte 10% Provision.
  • Wenigstens is er nicht scharf auf meinen schwulen Sohn.

Sie erwischen Ihren Sohn beim gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr. Was denken Sie?

  • Wenigstens ist er nicht scharf auf seine Schwester.
  • Warum  ist er nicht scharf auf seine Schwester? Einen stattlichen Schnauzbart hat sie doch auch.
    Ich veranlasse sofort die Hochzeit.
  • Ich gratuliere ihm zu seinem guten Jungsgeschmack.
  • Ich hole Abflussfrei.

Ihre Arbeitskollegen spotten über Ihre Religion.

  • Diese ungläubigen Hunde werden in der Hölle schmoren.
  • Ich gebe zu: Ein alter Mann in Frauenkleidern und Lackschuhen ist ein wenig absurd. Aber ich habe mich halt an den Papst gewöhnt.
  • Ich lache mit ihnen und trete meine Überzeugung mit Füßen. Dafür werde ich vermutlich in der Hölle schmoren. Aber meine Frau hätte mich im Paradies sowieso nicht mit den 40 Jungfrauen allein gelassen.

Ergänzen Sie folgenden Satz: Mein Platz …

  • … ist wo mein Herz ist.
  • … ist in der kleinsten Hütte.
  • … ist nach Heisenberg nur dann eindeutig bestimmbar, wenn man nicht gleichzeitig meinen Impuls bestimmt.
  • … ist der Ort,wo ich mich mit meinen Kollegas treffe, um Bier zu trinken und den Ischen nachzugucken (aber nicht meiner eigenen!)

Und was fällt Ihnen abschließend zum Thema Arbeit ein?

  • Ist das halbe Leben. Also soll sich meine bessere Hälfte darum kümmern.
  • Arbeit gibt es immer wieder, heute oder morgen kann sie schon gescheh’n
  • Arbeit wird am besten mit Vorsicht genossen.
  • Arbeit ermöglicht mir den Erwerb von Geld, was ich dann gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen kann.

 

Auswertung

Denken Sie sich für jede Frage eine beliebige Punktzahl aus und addieren Sie sie. Das Ergebnis läst sich dann an der nachfolgenden Auflistung ablesen.

bis -1.000 Punkte: Prima, Sie haben sich schon ganz gut in Deutschland eingelebt. Die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten von Haushaltsreinigungsmitteln sollten Sie sich aber noch einmal anschauen. Hier steckt noch Optimierungspotenzial.

-999 – 500 Punkte: Dein Traumtyp lässt noch auf sich warten. Du solltest die Zeit nutzen, um an Deinen Knutschfähigkeiten zu arbeiten. Sei vertröstet: Widder und Waagen haben traditionell einen guten Jungsgeschmack.

501 – 12.000 Punkte: Klasse, für Sie dürften im deutschen Leben keine Überraschungen warten. Ihr Wurstverzehr ist enorm und auch den Papst finden Sie klasse.

mehr als 12.000 Punkte: Sie sind grün und haben einen gelb geschuppten Bauch.

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Fluch der Karibik 2

Mit Sequels ist das so eine Sache: sie sollten das Original in jeder Hinsicht überflügeln. Witziger, länger, besser. Soviel sei schon einmal verraten: Länger ist Fluch der Karibik 2 auf jeden Fall. Überdies ist der Plot deutlich hanebüchener.

Handlung

Während seiner Hochzeit mit Keira Knightley wird Orlando Bloom von der East India Trading Company verhaftet und nur unter der Bedingung auf freien Fuß gesetzt, dass er das Herz des berühmten Oktopusmannes besorgt. Der Oktopusmann – nicht ganz blöd – trägt sein Herz aber nicht ständig mit sich herum, sondern hat es zwecks erhöhter Sicherheit in einer Holzkiste auf einer Insel verbuddelt.

Der selbe Oktopusmann, aber anderer Handlungsstrang. Johnny Depp sieht sich plötzlich mit einer vergessenen Schuld konfrontiert: Er hat sich vor einiger Zeit in klassischer Gebrauchtwagenhändlermanier vom Oktopusmann beim Schiffskauf bescheißen lassen. Als Preis für sein Schiff „Black Pearl“ verpflichtete er sich, 100 Jahre lang in des Oktopus‘ Crew auf dem „fliegenden Holländer“ zu arbeiten.

Captain Jack Sparrow – kein Freund der körperlichen Arbeit – ist daher nicht erbaut, als er an seine Abmachung erinnert wird. Umso verzückter ist er natürlich, als er erfährt, dass Orlando Bloom sowieso zum Oktopusmann will. Sparrow tut nun so, als habe er Blooms Besuch eingefädelt, um damit seine Schuld abzubezahlen (schließlich sei es ja egal, wessen Seele abhanden kommt). Klappt nicht so ganz, so ganz, der Oktopode ist erst mit 99 weiteren Alkoholikerseelen zufrieden. Sparrow lässt Bloom als Pfand da und fährt Trinker suchen.

An Bord trifft Bloom dann auch seinen totgeglaubten Vater. Wir erinnern uns: dieser wurde in Teil 1 von den Piraten mit einer Eisenkugel am Bein ins Meer geworfen. Da er aber zu diesem Zeitpunkt bereits untot war, machte ihm das nicht viel aus. Und wo er schonmal unter Wasser ist, kann er ja auch mal beim Oktopusmann klingeln, ob der nicht einen Job für ihn hat.

Um nicht alles im Voraus zu verraten: es geht  mit der gleichen Logik immer so weiter, bis man sich als Zuschauer irgendwann so fühlt wie Captain Jack Sparrow, der sich dann am Ende auch lieber vom Riesenkraken verspeisen lässt als im dritten Teil noch mitzuspielen.

Wo wir schon gerade bei Riesenkraken sind: Die East India Trading Company ist übrigens hinter dem Herz des Oktopusmannes her, da sich damit ein noch größerer Oktopus fernsteuern lässt. Heute gehört uns der Oktopus und morgen die ganze Welt. Klare Sache.

Fazit

Wer schon immer 150 Minuten in einem bunten Karussell aus bescheuerten Ideen verbringen wollte, kann sich gerne diesen Film angucken. Aber auch diesen Menschen schadet es nicht, erst etwas später ins Kino zu gehen. Die ersten 40 Minuten tragen zur eingentlichen Handlung nichts bei und sind wohl nur als rasanter Zeitfüller gedacht.

Auch Fans des späten Legolas kommen hier voll auf ihre Kosten: Bloom slidet zwar nicht auf Schildern Treppen hinunter, vollführt aber z.B. Schwertkämpfe auf sich drehenden Mühlrädern. Und die Textabfälle aus Herr der Ringe sind in diesem Script gut aufgehoben.

Obwohl es bei der Inhaltsangabe nicht so klingt: Der Film hat leider keinen Funken Humor, so dass er wirklich nur hartgesottenen Naturen anzuraten ist. Also wie bei Matrix: den ersten Teil im Herzen halten und den Rest besser links liegen lassen.

P.S.

Wenn wir mit diesem Artikel bei Google unter dem Suchbegriff „Oktopusmann“ nicht unter die ersten 20 Suchergebnisse kommen, weiss ich auch nicht mehr weiter. Nachtrag 05.08.2006: Wir  haben es geschafft!

 

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The Sentinel

Amerika ist in Aufruhr: Jemand plant ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten (David Rasche aus Sledge Hammer). Da der Präsident ja topsicher abgeschirmt ist, besteht die einzige Möglichkeit darin, dass der Attentäter Mitarbeiter des Personenschutzes ist.

Hauptverdächtiger ist dann auch Michael Douglas, Personenschützer. Gejagt wird dieser von Kiefer Sutherland, der Michael Douglas‘ bester Schüler auf der Personenschutz-Academy war. Aus nicht näher erläuterten Gründen glaubte Sutherland jedoch, dass Douglas nebenher noch dessen Ehefrau durchzog. Der darauf folgende Streit war enorm und führe dazu, dass Sutherland sich mal prophylaktisch scheiden liess und lieber zum Geheimdienst ging.

Dort hat er sich mit einer Praktikantin rumzuschlagen (Eva Longoria aus Desperate Housewives), deren Rolle in diesem Film dramaturgisch nicht notwendig gewesen wäre. Sieht aber gut aus.

Gleichzeitig poppt Douglas die Präsidentengattin (Kim Basinger) und knüpft damit an frühere Filmerfolge an.

Douglas und Sutherland machen alles, was in einem „spannenden Thriller“ so verlangt wird: Schießen, schnell Autofahren, sich beleidigen und auch mal gegenseitig als Schutzschild gegen den wahren Attentäter benutzen (Douglas ist natürlich unschuldig).

Am Ende wird der Täter gefasst, im Gegensatz zu klassischen Hollywoodfilmen kriegt der Good Guy aber nicht das Girl sondern einen Arschtritt vom Präsidenten, da der natürlich die Fremdgeherei spitzgekriegt hat. Douglas und Sutherland sind jetzt aber wieder dicke Buddies, denn merke: Wer heute die First Lady nagelt, konnte ja mehrere Jahre vorher auf keinen Fall die Frau von wem anders vögeln.

Empfehlung: Unbedingt verpassen.

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Die Top 20 Suchbegriffe, die den Kinderfresser als Ergebnisseite listen

Die häufigsten Suchanfragen

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Quelle: Google Sitemaps

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Was man an einem spielfreien Tag der Fifa Fußball WM Germany 2006 (TM) so tun könnte

  • Einfach so Bier trinken
  • Fifa Soccer auf der Playstation Computer gegen Computer auf 90 Minuten stellen, zugucken
  • sich mit Sofi-Brille auf einen Hügel stellen und hoffen, dass es nicht regnet
  • Aufgezeichnete Spiele nochmal gucken
  • Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen
  • Auf der Toilette des Buckingham Palace kiffen
  • Einen Merkel-Podcast gucken
  • Kinderfresser-Listen schreiben
  • sich in einem selbst gebastelten Goleo-Kostüm in die pralle Sonne stellen
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Mama, ist der Kinderfresser tot?

… nein mein Kind, der schläft nur.

nach zwei Jahren kreativer Schaffenspause versuchen wir, noch mal ein wenig Leben in die Bude zu bringen. Auf jeden Fall haben wir die Seite mal auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, so dass es euch jetzt leichter fallen sollte, die bereits angestaubten aber trotzdem guten Artikel vergangener Tage zu finden (Dank Google jetzt sogar mit einer Suche, die man benutzen kann – sofern die Seiten mal indiziert werden). Und wir haben jetzt auch so ein merkwürdiges RSS-Dingens, was bei den Jugendlichen heute ja so beliebt ist.

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